SERIE 1 – „Wie Behörden Macht bekamen – und Bürger die Kontrolle verloren“

Aktenstapel mit fehlenden Seiten – Symbol für Entscheidungen ohne vollständige Fakten.

Entscheidungen ohne vollständige Fakten

Entscheidungen im Kindes‑ und Erwachsenenschutz gehören zu den schwerwiegendsten Eingriffen, die eine Behörde vornehmen kann. Dennoch zeigt die Praxis, dass viele Entscheide unter Zeitdruck, mit unvollständigen Akten oder ohne ausreichende Anhörung getroffen werden.

Typische Ursachen:

  • Zeitdruck durch hohe Fallzahlen
  • Unvollständige Akten aufgrund fehlender Dokumente oder verspäteter Meldungen
  • Missverständnisse zwischen Fachstellen
  • Fehlende Anhörungen oder oberflächliche Gespräche
  • Interpretationen statt Fakten
  • Überlastung der Mitarbeitenden

Reale Fälle aus der Schweiz zeigen, dass Entscheidungen häufig gefällt werden, bevor alle relevanten Informationen vorliegen. Dies führt zu Fehlentscheiden, die für Betroffene gravierende Folgen haben – von Fremdplatzierungen über Beistandschaften bis hin zu Einschränkungen der Handlungsfähigkeit.

Behördenblick setzt sich dafür ein, dass Entscheidungen erst getroffen werden, wenn alle Fakten geprüft sind, die Betroffenen gehört wurden und die Situation vollständig verstanden ist. Transparenz und Kontrolle sind zentrale Voraussetzungen für faire Verfahren.